Mit einem Forwarddarlehen zum günstigen Anschlusskredit?

Ein Forwarddarlehen ist vor allem für Bauherren und angehende Immobilienbesitzer eine recht sichere Art der Anschlussfinanzierung. Bei dieser sind die anfallenden Zinsen bereits Jahre im Voraus bekannt.

Was ist das Forwarddarlehen genau?

Eine beliebte Variante eines klassischen Anschlusskredits ist das so genannte Forwarddarlehen. Damit können sich Kreditnehmer die momentan sehr günstigen Zinsen bereits zusichern, selbst wenn sie den Kredit erst in einigen Jahren wirklich nutzen möchten. Das garantiert auf der einen Seite Sicherheit, da bereits zu Beginn feststeht, wie hoch die Zinsen letzten Endes sein werden. Auf der anderen Seite ist das Forward Darlehen auch ein bisschen spekulativ, denn es ist nicht wirklich vorhersehbar, ob sich die Zinsen in der vermuteten Weise weiterentwickeln werden.

Prinzipiell kann man ein Forward Darlehen für jeden Umschuldungs- oder Baufinanzierungszweck nutzen, sofern der Kredit im Grundbuch abgesichert ist. Eine Voraussetzung ist allerdings häufig, dass Banken eine bestimmte Summe als Mindestkredit festlegen. Man kann einen Forwardkredit in Anspruch nehmen, sobald die Baufinanzierung in den nächsten vier Jahren endet. Würde man dagegen gar nicht oder auch nur gegen eine sehr teure Vorfälligkeitsentschädigung aus dem aktuellen Baukreditvertrag entlassen werden, so kann man sich mit der Aufnahme eines solchen Darlehens trotzdem eine sehr preiswerte Zinssituation für die nachfolgenden Jahre als Anschlussfinanzierung sichern. Wenn die Zinsbindung allerdings noch in mehr als 60 Monaten ausläuft, so ist es nicht möglich, einen Forwardkredit in Anspruch zu nehmen.

Wie ist das Darlehen aufgebaut?

In den meisten Fällen ist dieser Kredit ein ganz normales Annuitätendarlehen. Das bedeutet, dass es konstante Zinsraten aufweist, welche allerdings nicht umgehend, sondern zu einem späteren Zeitpunkt erst ausbezahlt werden. Bei einem normalen Kreditvertrag verlangt eine Bank rund ein halbes Jahr nach der Zusage die so genannten Breitstellungszinsen. Bei einem solchen Kredit gibt es diese allerdings nicht, weil die Phase der Zinsbindung natürlich erst später beginnt. Allerdings muss der Kreditnehmer dennoch einen Zuschlag bezahlen.

Die Sonderkondition, welche es bei diesem Darlehen gibt, ist somit die zinsfreie Vorlaufzeit, die auch als Forward-Periode bezeichnet wird. Damit wird der Zeitraum zwischen dem Vertragsabschluss mit dem Festlegen der entsprechenden Zinshöhe sowie der Beginn der Nutzung des Kredits bezeichnet. Je länger diese Phase dauert, desto höher ist auch der zu zahlende Zuschlag. Die Summe richtet sich außerdem danach, über welchen Zeitraum man sich die Zinsen im neuen Vertrag festschreiben lässt. Ist diese Frist länger, so verringert sich parallel dazu der Aufschlag.

Warum sich ein Vergleich des Darlehens immer lohnt

Natürlich gibt es, genau wie bei anderen Kreditformen, auch beim Forward Darlehen viele unterschiedliche Angeboten von Banken. Jeder offeriert andere Angebote und macht es somit für den Kunden beim Anschlusskredit schwer, die richtige Wahl zu treffen. Vor allem bei den Zuschlägen zeigen sich schnell Unterschiede, doch auch der Effektivzins ist nicht immer gleich. Prinzipiell jedoch ist das Darlehen aufgrund der sehr günstigen Zinsen eine gute Wahl, da absehbar ist, dass diese in nächster Zeit noch steigen werden - je baldiger man sich also dafür entscheidet, desto besser.

Das Internet bietet die Möglichkeit, Vergleiche zu diesem Darlehen schnell und einfach durchzuführen, um einen ersten guten Überblick über die Kosten erhalten zu können.